Reiter schadet Leoben – und zwar mit System

JVP-Obmann und Gemeinderat Justin Hofmann zeigt sich empört über das jüngste Auftreten von Stadtrat Walter Reiter (Bürgerliste) im Tourismusverband Erzberg-Leoben. Nach Monaten der Anschuldigungen, Eskalationen und mittlerweile einem offiziellen Aufruf der Kommission zum Rücktritt Reiters sieht der Gemeinderat eine klare Linie: Reiter tritt als persönlicher Störfaktor auf – und gefährdet das Ansehen Leobens in der gesamten Region.


„Während andere für den Tourismus und die Region arbeiten, führt Walter Reiter einen persönlichen Feldzug“, kritisiert JVP-Stadtobmann GR Justin Hofmann scharf. „Leoben braucht keine Dauerstreitigkeiten und politische Selbstdarsteller – Leoben braucht Sachlichkeit und Handschlagqualität.“
Doch das Verhalten Reiters ist für Hofmann kein Einzelfall, sondern zieht sich durch alle Bereiche: „Noch im letzten Gemeinderatswahlkampf fordert Reiter in seiner eigenen Broschüre ‚einen Krippen- und Kindergartenplatz für jedes Kind‘ – nun stimmt er in der Allianz mit SPÖ und Grünen dagegen. Noch im März fordert er faire Preise im Asia Spa – und stimmt ein halbes Jahr später für neue Tariferhöhungen. Das ist nicht Haltung, das ist Heuchelei.“


Auch im Bereich Wohnen sieht die ÖVP massives Versagen: „Rund 400 Gemeindewohnungen stehen leer, aber vom zuständigen Wohnungsreferenten Reiter kommt kein Plan, keine Sanierung, keine Perspektive. Vom lautstarken Kritiker ist er zum verlässlichen Abnicker des Bürgermeisters geworden“, so Hofmann.
GR Hofmann erinnert daran, dass Reiter erst durch die Allianz mit der SPÖ und den Grünen in diese Position gekommen ist: „Die SPÖ hat gemeinsam mit den Grünen, Reiter in den Verband entsandt, sowie zum Stadtrat gewählt und trägt somit die Verantwortung für dieses Chaos“, so Hofmann weiter. „Jetzt, wo die Situation völlig eskaliert, schaut Bürgermeister Wallner einfach zu. Das ist politisches Wegducken auf höchstem Niveau.“


Besonders hart geht Hofmann mit dem Stil des Bürgerlisten-Politikers ins Gericht: „Wer in jeder Sitzung provoziert, andere beleidigt und den Tourismusverband in Verruf bringt, sollte sich nicht „Aufdecker“ nennen, sondern Selbstdarsteller. Reiter hält sich offenbar für Robin Hood – in Wahrheit ist er nur der Don Quijote von Leoben.“

GR Hofmann erinnert außerdem daran, dass Reiter in zentralen Fragen im Gemeinderat stets gegen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger gestimmt habe: „Gegen eine Fixplatzgarantie in der Kinderbetreuung, gegen die Nachnutzung der VS-Göss als Betreuungszentrum, gegen die Erhöhung des Schulstartgeldes in Gutscheinform – aber für höhere Eintrittspreise im Asia Spa, für eine Preissteigerung des Wassers von über 40%, gegen die Ausschussreform und gegen die Reduktion der Verfügungsmittel des Bürgermeisters. Wer so abstimmt, zeigt, wo seine Prioritäten liegen“, stellt Hofmann klar.


Die Leobener ÖVP und GR Hofmann fordern die Stadtführung auf, endlich Konsequenzen zu ziehen: „Wenn selbst die anderen SPÖ-Bürgermeister im Bezirk sagen, eine Zusammenarbeit sei unmöglich, dann ist die Sache klar. Leoben braucht in dieser Funktion jemanden, der Probleme löst – nicht ständig neue schafft.
Hofmann abschließend: „Das ständige Drama um Stadtrat Reiter ist nicht nur peinlich, sondern schadet der Stadt. Wer das Amt nutzt, um persönliche Befindlichkeiten auszutragen, ist für das Amt denkbar unwürdig.“

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