Busfahrplanänderung verschlechtert Situation für Volksschulkinder in Göss

Die jüngste Umstellung des Busfahrplans mit 14. Dezember 2025 wirft ernste Fragen zur Prioritätensetzung in der kommunalen Verkehrsplanung auf. Während für sprengelfremde Kinder aus Lerchenfeld rasch und unbürokratisch eine Lösung in Form eines eigens eingerichteten Busses gefunden wurde, stehen ausgerechnet die sprengeleigenen Volksschulkinder aus Leitendorf, Waasen und Hinterberg nun vor massiven Problemen.

Durch die neuen Abfahrtszeiten müssen Kinder der Volksschule Leitendorf mittags bis zu 20 Minuten an der Bushaltestelle warten. Gleichzeitig verkehren frühere Busse nur wenige Minuten nach Unterrichtsende. Das führt dazu, dass viele Kinder hastig zur Haltestelle laufen, um diese noch zu erreichen. Dieses Verhalten ist im Volksschulalter nachvollziehbar, sicher ist es jedoch nicht, insbesondere bei Schlechtwetter oder im Winter. Zusätzlich herrscht zur Mittagszeit ohnedies aufgrund des angrenzenden Kindergartens ein erhöhtes Verkehrsaufkommen vor Ort.

Besonders kritisch ist, dass die Gemeinde die neuen Fahrzeiten offenbar nicht im Vorhinein mit der Schule abgestimmt hat. Dabei sind Schülerinnen und Schüler zu den Mittagszeiten die Hauptnutzer des öffentlichen Verkehrs. Gerade bei Volksschulkindern wäre hier ein besonders sorgsamer und vorausschauender Umgang notwendig.

Mit Blick auf das derzeit im Bau befindliche Bildungszentrum Leitendorf ist diese Situation umso unverständlicher. Wenn ein neues Bildungszentrum errichtet wird, muss der sichere Transport der Schülerinnen und Schüler von Beginn an mitgeplant werden. Bereits jetzt zeigt sich ein grundlegendes Manko: Der Bus verkehrt ausschließlich auf der Hauptstraße, wodurch Kinder gezwungen sind, die stark befahrene Bundesstraße zu queren. In Kombination mit ungünstigen Abfahrtszeiten entsteht hier ein vermeidbares Sicherheitsrisiko.

Eine „Lösung“ kann jedenfalls nicht darin bestehen, dass der Unterricht früher endet. Kinder haben ein Recht auf Bildung. Die Verantwortung liegt bei Gemeinde und Verkehrsunternehmen, sichere und kindgerechte Rahmenbedingungen zu schaffen.

Es braucht daher dringend eine Anpassung des Fahrplans. Gleichbehandlung, Sicherheit und eine vorausschauende Planung müssen oberste Priorität haben.

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