Die Junge ÖVP Leoben kritisiert scharf das aus ihrer Sicht überzogene Chauffeurservice für Bürgermeister Kurt Wallner (SPÖ) und hat als Leobener Volkspartei daher in der heutigen Gemeinderatssitzung einen Dringlichkeitsantrag eingebracht, mit dem Ziel, dieses abzuschaffen.
„Aktuell herrscht eine finanziell angespannte Lage – gerade für Städte und Gemeinden. In Leoben wurden etwa sogar die Förderungen an die HTL Leoben um ganze 50 % gekürzt“, erklärt JVP-Stadtobmann und Gemeinderat Justin Hofmann. „Gleichzeitig leistet sich der Bürgermeister weiterhin 45.000 Euro Repräsentationsgelder und zwei Chauffeure. Dieses Missverhältnis ist nicht mehr erklärbar.“
Die Junge ÖVP fordert daher, das Chauffeurservice für den Bürgermeister einzustellen. „Gerade im innerstädtischen Bereich wären zahlreiche Wege auch zu Fuß, mit dem Fahrrad oder selbst mit dem Auto zurückzulegen – wie es viele Bürgermeister in vergleichbaren Städten längst praktizieren. Für Fahrten außerhalb der Stadtgrenzen kann mit Hausverstand und Organisationsgeschick ebenfalls eine vernünftige Lösung gefunden werden (zum Beispiel Eigenlenkung).“, heißt es im Antrag.
In der Bevölkerung stoße das Verhalten des Bürgermeisters oft auf Unverständnis, berichtet Hofmann:
„Dass sich der Leobener Bürgermeister der Stadt Leoben so viele Chauffeure leistet wie der Bundeskanzler, versteht niemand mehr.“
Trotz der angespannten finanziellen Lage und der verständlichen Kritik haben SPÖ, Reiter und Grüne heute dafür gesorgt, dass der Chauffeurservice für den Bürgermeister weiterbesteht und den Antrag abgelehnt.
Als Junge ÖVP bleiben wir dabei: „Das Leobener Rathaus ist nicht das Kanzleramt.
Der Bürgermeister sollte bereit sein selbst zu lenken.“